SheetMetal Inventor 2016

Neue Version von SheetMetal Inventor 2016 auf der BlechExpo in Stuttgart

 

Ahrensburg 11.09.2015. Die SPI GmbH ist seit vielen Jahren als Anbieter von CAD/CAM-Lösungen für die blechverarbeitende Industrie bekannt und baut dabei 2015 auf einen mittlerweile 35 jährigen Erfahrungsschatz. Dabei ist der Softwareentwickler von Anfang an auch als Anbieter von Individualprogrammierungen dabei. 2008 übernahm Jeanette Rouvel gemeinsam mit Dirk Vollmer die Geschäftsleitung der SPI GmbH, die ihr Vater vor 35 Jahren mit begründet hatte. "Sobald Software für die blechverarbeitende Industrie thematisiert wird, kommen wir ins Gespräch", erklärt die Geschäftsführerin. "SPI hat für alle großen CAD-Systeme Applikationen entwickelt. Wir können PDM- und ERP-Systeme einbinden und wissen um die Anforderungen der Blechindustrie. SPI Lösungen sind offen für zukünftige Anforderungen. Dabei stehen unsere Consultants dem Kunden bereits ab der ersten Idee als Sparringspartner zu Seite - auf Augenhöhe. Das erklärt wohl auch unsere Empfehlungsrate in der Branche."

 

Entwicklung von Standardlösungen…

Auf Basis von CAD-Lösungen von Hewlett Packard entwickelte die SPI in den Gründerjahren Anwendungen aus den Bereichen Rohrkonstruktion, Normteile und Formenbau und eine erste 2DCAD-Lösung für die blechverarbeitende Industrie. "Aber schon in den 80ern hatten wir auch eine 3D CAD Lösung für die Blechverarbeitende Industrie", erklärt Jeanette Rouvel. "Mitte der Neunziger haben wir die erste Version für Autodesk Inventor angeboten, die dann in großen Stückzahlen weltweit abgefragt wurde. Dieses Produkt stehen natürlich auch heute in der aktuellen Version zur Verfügung."

 

In der Prozesskette Blech rücken Software-Lösungen von SPI direkt an den Fertigungsprozess. Ihr Schwerpunkt liegt auf der Erstellung der präzisen Blechabwicklung, deren Berechnung sich nach den zum Einsatz kommenden Maschinen, nach den genutzten Werkzeugen und den verwendeten Verfahren richtet. Die aktuelle, von Autodesk zertifizierte Version für Autodesk Inventor® 2016 liegt nun vor. Die neue Version des SPI SheetMetal Inventor ermöglicht es, im Materialeditor zu einzelnen Materialien die jeweils bevorzugten Biegewerkzeuge zu hinterlegen. Beim Zuordnen des Materials zum Bauteil/zur Baugruppe werden diese dann automatisch gesetzt und in der berechneten Abwicklung berücksichtigt (1). Zu den bereits unterstützten CAM Systemen aus den Häusern TRUMPF und WiCAM können der SPI Abwicklung nun auch Daten für die CAM-Software BySoft® 7 übergeben werden.  Das erzeugte DXF Format liefert u.a. Informationen zu Biegewerkzeugen, Biegewinkeln, Fertigungsradien und Verkürzungswerten (2). Um eine Abwicklung zu starten muss nicht mehr (wie in den vorherigen Versionen) eine gerade Startkante gewählt werden. Ab Version 2016 ist also auch die Abwicklung von Blechen möglich, die gar keine geraden Kanten enthalten (3). Beim Zuordnen neuer Materialdaten zu einer Baugruppe kann ab Version 2016 festgelegt werden, ob die Blechdicke der Komponenten beibehalten werden soll. Falls ja, werden nur Materialdaten und Biegewerkzeuge neu zugeordnet, die Blechdicke bleibt unverändert (4). Um ein zügiges und fehlerfreies Zuordnen von Fertigungsinformationstexten zu einzelnen Konturen zu ermöglichen, werden Fertigungs­informationstexte ab Version 2016 zentral verwaltet. Sie stehen bei Bedarf in einer Auswahlliste zur Verfügung. Ein einmal zugeordneter Fertigungsinformationstext kann (wie bisher) auch durch eine Kontur (neu in 2016: der Typ Langloch) oder durch (neu in 2016) einen Körnerpunkt ersetzt werden (5). Alle einem Teil/einer Baugruppe zugeordneten Eckschlitzattribute, Freistelllungen und andere Attribute lassen sich ab Version 2016 mit einem einzigen Kommando anzeigen. Der Kommandodialog ermöglich es darüber hinaus, derartige Attribute zu löschen (6). Die Konfiguration der Biegetabelle für die DXF-Datei wurde erweitert. Zusätzlich zu den Spalten in der Tabelle können ab Version 2016 die Einträge im Kopf der Biegetabelle selbst definiert werden. In diesem Zusammenhang ist ein neuer Eintrag für die "Abmaße der Abwicklung" (Länge x Breite) verfügbar (7). Für einzelne Umformwerkzeuge können im Werkzeugeditor Bear­beitungs­muster (anstelle von Werkzeug IDs) für die Abwicklung angegeben werden (8).

 

SPI zeigt die neue Version auf der Blechexpo, die vom 3.- 6. November in Stuttgart stattfindet.

Individualprogrammierung

Wenn von Standard-Blechsoftware die Rede ist, kommen die Ahrensburger auf die Agenda. Was viele nicht wissen: Die SPI GmbH ist schon immer auch Entwickler unternehmensspezifischer Software. Vor 10 Jahren entstand so ein Blechabwicklungsprogramm für einen internationalen Key Player der Blechfertigungstechnik. Mit Hilfe der Software werden 3D-Daten von Blechteilen unter Berücksichtigung aller fertigungsrelevanten Informationen sekundenschnell abgewickelt. Das Ergebnis ist eine 2D-Platine in einem Datenformat, das direkt für die Maschinensteuerung verwendet werden kann. Ebenfalls für einen großen Maschinenbauer entwickelte SPI eine Software zur Erstellung von Rohr- und Profilkonstruktionen, die mit Laser-Rohrschneidanlagen gefertigt werden.  "Besonders stolz sind wir auf eines unserer jüngsten Projekte in diesem Bereich", berichtet die Unternehmerin. "SPI lieferte kürzlich eine Anwendung, die es Kunden eines Onlineportals ermöglicht, für Teile, die durch Lasern oder Kanten gefertigt werden, online Fertigungsaufträge aufzugeben." CAD-Dateien werden als 2D oder 3D Files vom Kunden bereitgestellt. Anschließend wird ein verbindliches Angebot unterbreitet, das nach erfolgter Beauftragung direkt an das interne ERP-System zur Auftragsverarbeitung weitergereicht werden kann. "Vollautomatisch an 365 Tagen, vierundzwanzig Stunden täglich… Von 2D CAD zu Industrie 4.0", resümiert Jeanette Rouvel. "Wir entwickeln uns weiter, schließlich sind wir seit 35 Jahren ein Entwicklungshaus!"

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